Rechtsgeschichte und Privatrechtsdogmatik sind in unserem modernen Wissenschafts- und Lehrbetrieb zwei unterschiedliche, von einander weitgehend getrennte Disziplinen.
Das zeigt sich in Zuschnitt und Ausrichtung der Literatur ebenso wie, beispielsweise, in der Aufteilung der Vorlesungen. In der Tat ...
Rechtsgeschichte und Privatrechtsdogmatik sind in unserem modernen Wissenschafts- und Lehrbetrieb zwei unterschiedliche, von einander weitgehend getrennte Disziplinen.
Das zeigt sich in Zuschnitt und Ausrichtung der Literatur ebenso wie, beispielsweise, in der Aufteilung der Vorlesungen. In der Tat wird niemand bestreiten, daß Rechtshistoriker und Rechtsdogmatiker sich unterschiedlicher Methoden bedienen und vielfach von jeweils unterschiedlichen Erkenntnisinteressen geleitet werden. Umstritten ist freilich, ob nicht auch Verbindungen zwischen beiden Disziplinen bestehen, insbesondere, ob rechtshistorische Erkenntnis auch für die Privatrechtsdogmatik nützlich, stimulierend, vielleicht sogar notwendig sein kann.
Einführung
Abkürzungsverzeichnis
REINHARD ZIMMERMANN Heutiges Recht, Römisches Recht und heutiges Römisches Recht: Die Geschichte einer Emanzipation durch "Auseinanderdenken"
MAXIMILIANE KRIECHBAUM Römisches Recht und neuere Privatrechtsgeschichte in Savignys Auffassung von Rechtsgeschichte und Rechtswissenschaft
UWE DIEDERICHSEN Auf dem Weg zur Rechtsdogmatik
JÜRGEN BASEDOW Anforderungen an eine europäische Zivilrechtsdogmatik
HANS ANKUM Römisches Recht im neuen niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuch
KARL HACKL Vom "quasi" im römischen zum "als ob" im modernen Recht
HANS HATTENHAUER Zur Rechtsgeschichte und Dogmatik der Gesetzesauslegung
JENS PETER MEINCKE Grundwissen zum Bürgerlichen Recht
HANS-JÜRGEN BECKER Spuren des kanonischen Rechts im Bürgerlichen Gesetzbuch
KLAUS LUIG Die Kontinuitöt allgemeiner Rechtsgrundsätze: Das Beispiel der clausula rebus sic stantibus
BRUNO SCHMIDLIN Die beiden Vertragsmodelle des europäischen Zivilrechts: Das naturrechtliche Modell der Versprechensübertragung und das pandektistische Modell der vereinigten Willenserklärung
DIETER HENRICH Unwiderrufliches Angebot und Optionsvertrag: Eine rechtsvergleichende Betrachtung
GÖTZ LANDWEHR Der Vertrauensschutz des Dritten bei der gewillkürten Stellvertretung in de